Aktuelles 1516 13 - Gymnasium "Friedrich Schiller" Bleicherode

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Verteidigung von Seminarfacharbeiten

Mit dem Team WINDKRAFT startete gestern das Staatliche Friedrich-Schiller-Gymnasium in Bleicherode die Reihe von Kolloquien, mit der die Zwölftklässler ihre im letzten Jahr entstandenen Seminarfacharbeiten verteidigen. Die Anlage der oft umfangreichen schriftliche Hausarbeit ist für die geistige und allgemein persönliche Entwicklung der Abiturienten äußerst wichtig, denn sie realisieren mit ihr Methoden wissenschaftlichen Herangehens an eine Projektidee, die sie sich selbst ausgesucht haben. Im Falle von Adlin Aurin, Paul Ellendt, Robert Merfert und Caroline Morig hieß das Thema „Mit Offshore-Windkraft von der Nordsee auf Zukunftskurs“. Um sich den verschiedenen Facetten des Themas zu nähern, studierten die vier Schüler eine Vielzahl von Quellen. Fachliche Grundlagen holten sie sich aus wissenschaftlichen Werken, aktuelle Bezüge lieferte das Internet. Die Weltklimakonferenz von Paris aus dem letzten Jahr mit den Zielen der CO2-Reduzierung nahmen sie als Anlass, auf die Dringlichkeit der Nutzung aller regenerativer Ressourcen einzugehen. Neben technischen Grundlagen und Abläufen bei der Herstellung und Montage von Offshore-Windrädern beleuchtete die Gruppe gründlich die wirtschaftlichen und ökologischen Aspekte des Themas. Deutlich wurde im Kolloquium, dass mit der Errichtung ganzer Windparks vor der Küste ein enormer Strukturwandel in der Nordsee- aber auch Ostseeregion erfolgt. Viele Menschen, denen an qualifizierter Arbeit gelegen ist, erhalten in zahlreichen Produktionsstätten der Branche, in der Logistik, in neuen Basishäfen und nicht zuletzt auf dem Meer Möglichkeiten der Selbstverwirklichung bei guter Bezahlung. Aber auch die soziale Struktur in den Küstenregionen ändert sich. Junge Familien siedeln sich an und finden ein neues Lebensumfeld. Adlin, Paul, Robert und Caroline setzten sich auch mit kritischen Aspekten des Themas auseinander. Wie wird die Meeresfauna geschützt? Welche Folgen hat der Trassenbau zur Weiterleitung der elektrischen Energie? Sie brachten die Ergebnisse einer eigenen Meinungsumfrage ein und verglichen sie mit Erhebungen von Forschungsinstituten. Äußerst interessant war eine Exkursion zum Hauptwerk von ENERCON in Magdeburg. Im „Schaufenster“ des Unternehmens konnten sich die Mädchen und Jungen die Herstellung der Rotorblätter, die Generatorfertigung und die Vormontage der Gondeln ansehen. Ein riesiges Erlebnis! Viel Ergeiz verwendeten die Schüler auf den Bau eines funktionsfähigen Modells einer Offshore-WKA, das im Kolloquium ungeteilte Aufmerksamkeit fand. Das Team WINDKRAFT ist sich einig: Elektrischer Strom von der Nordsee ist nicht nur jetzt schon eine Realität, sondern wird in der Zukunft in viele Haushalte fließen und gleichzeitig die Umwelt entlasten.

Wolfgang Scholvien
Außerschulischer Teambetreuer
 
 
 
 
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